Ein bisschen Spaß muss sein, die Zweite

In Ein bisschen Spaß muss sein… habe ich eine willkürliche Spaßeinladung des Jobcenters Leipzig aufgedeckt. In dieser Aktualisierung möchte ich über den Ausgang dieser sinnfreien Einladung berichten.

Meine Antwort, also mein Widerspruch, auf das Schreiben war sehr zynisch, doch sehr freundlich und verständlich. Mittlerweile bin ich mehr als sarkastisch zu dieser Institution. Ich kann soviel Dummheit und Respektlosigkeit leider nicht mehr ernst nehmen. Das lässt mein IQ einfach nicht zu und der ist (nachgewiesener Maßen bei 135). Dieses Gesetz kann nur von einem Nazi gemacht worden sein, denn es beinhaltet theoretisch Alles, was Hitler damals toll fand. Das fällt den dummen Deutschen nur wieder einmal nicht auf. Sie ruhen sich eben gerne auf ihrem „Davon haben wir nichts gewusst“ aus. Doch wie ist das?! Nicht Wissen schützt vor Strafe nicht? Ich hoffe wirklich sehr, dass Deutschland eines Tages die Rechnung für dieses Unrechtssystem tragen muss und das bitte nicht zu weich.
Bevor ich jedoch weiter abdrifte, möchte ich nur ein Beispiel meiner Formulierung präsentieren:

Somit kann hier nur eine Verwechselung vorliegen. Da mir die Sanktion bereits angekündigt wurde und sie eintreten wird, obwohl ich, nachweislich (!), nichts getan habe, werfe ich Ihnen grobe Fahrlässigkeit vor! Grob Fahrlässig deshalb, weil meine Bescheinigungen wohl nicht berücksichtigt worden sind!

Natürlich habe ich dem Jobcenter Leipzig noch mehr um die Ohren geworfen, zumal mir bei einer Verhandlung vom Rechtsanwalt des Jobcenter Leipzigs versichert wurde, dass Verwechslungen ausgeschlossen werden können.

Wie ich in meinem Widerspruch androhte, beantragte ich beim Sozialgericht Leipzig aufschiebende Wirkung. Ich weiß aus Erfahrung, dass das Jobcenter Leipzig erst in Bewegung kommt, wenn es auch wirklich ein Schreiben vom Sozialgericht Leipzig erhält. Androhungen nimmt es einfach nicht ernst. Warum sollte es?

Die Reaktionen trafen ziemlich schnell ein, gewundert hatte es mich nicht. Das Sozialgericht Leipzig hat das Jobcenter Leipzig natürlich bezüglich meines Antrages angeschrieben. Es forderte von mir nur meine AU-Bescheinigung, die ich, vergesslich wie ich bin, nicht beigefügt hatte.
Dieser Umstand erledigte sich jedoch von selbst, denn das Jobcenter Leipzig nahm die Sanktion tatsächlich zurück! Ja, sie haben richtig gelesen. Das Jobcenter hat die Sanktion zurückgenommen. Natürlich konnte es sich einen Seitenhieb in seinem Schreiben nicht verkneifen.

Es handelte sich schlicht um eine Verwechslung, wofür höflich um Entschuldigung gebeten wird. Dies hatte die Widerspruchsführerin bereits in Ihrem Widerspruch vom 05.05.2017 selbst erkannt, sodass der vorliegende Eilantrag vom 08.05.2017 eigentlich nicht nötig war, zumal die Minderung erst ab Juni 2017 eintreten sollte.

Es muss eben immer Recht behalten und das letzte Wort haben. Die Frage, die sich mir hierbei jedoch stellt:
Wäre dem Jobcenter Leipzig die Verwechslung selbst aufgefallen und hätte die Sanktion von selbst zurückgenommen? — DAS denke ich nicht!

Wäre mein Widerspruch auch so zügig bearbeitet worden, wenn ich keinen Antrag auf aufschiebende Wirkung beim Sozialgericht Leipzig gestellt hätte? — Ich denke nicht!

Wäre das Jobcenter Leipzig zu einer Entschuldigung in der Lage gewesen, wenn es vom Gericht nicht angeschrieben worden wäre? — Ich glaube nicht! Diese Entschuldigung stand im Schreiben vom Jobcenter an das Sozialgericht und nicht in meinem Abhilfebescheid!

Was lernen wir daraus?
Wird dem Jobcenter gedroht, die Drohung wahr machen. Es lässt sich nicht mehr mit der Androhung „ich gehe zum Sozialgericht“ einschüchtern. Ich bezweifle auch stark, dass es sich jemals hat einschüchtern lassen.

Das Jobcenter (egal Welches) hat immer Recht, besonders dann, wenn es im Unrecht ist, vergesst das nicht!

Keine Sanktionsandrohung ignorieren. Besonders dann nicht, wenn diese ohne vorherige Anhörung angesetzt wurde. Das Jobcenter darf nicht einfach nach Lust und Laune Sanktionsbescheide versenden! Eine vorherige Anhörung ist ein unabdingbares MUSS, ansonsten ist die Sanktion ungültig und muss in jedem Fall zurückgenommen werden.

Lasst Euch nicht einschüchtern und für dumm verkaufen, wenn ihr doch genau wisst, wie es war!

Wenn ihr wisst was ihr könnt und was ihr wollt, dann kann Euch das jobcenter nichts anhaben! Setzt das aber auch durch und nehmt keine Maßnahme oder Arbeit an, die Euch Eurem Ziel kein Stück näher bringen. Ihr müsst nicht jeden Scheiß annehmen, wenn daraus nicht sicher hervorgeht, dass es Euch zukünftig absichert und ihr nicht mehr harzen müsst.
Was das bedeutet?
Kein 1-Euro Job! Es ist nachgewiesen, dass diese der Marktwirtschaft mehr schaden als nützen.
Keine Zeitarbeit! Das ist das Machtinstrument schlechthin! Damit wird Lohndumping in Firmen gefördert, da sie billige Arbeitskräfte bekommen und die Festlöhne niedriger ansetzen können. Unter Tarif – das ist überall Standard! Macht endlich Eure scheiß Augen auf!
Kein Minijob! Siehe 1-Euro Job.

Die Deutschen sollten endlich das Denken ablegen. „Hauptsache ich habe Irgendwas!“ Das ist nicht akzeptabel, denn dadurch wird so ein Unrechtssystem wie Hartz IV nur gefördert und der Allgemeinheit ist absolut nicht damit geholfen.

Außerdem nähern wir uns auf diese Weise immer mehr den Amerikanern an. Wir sollten uns endlich von der Vergangenheit lösen und unseren eigenen Weg finden. Unabhängig und was für unser Land und unsere Bevölkerung am Besten ist. Wir können gar nicht pauschalisieren und diverse andere Modelle einfach übernehmen, weil unsere Infrastruktur komplett anders ist. Aber die Deutschen Politiker, insbesondere die CDU und SPD, sind diesem amerikanischen Kapitalismus verfallen, der überhaupt nicht gesund ist. Fällt das den Deutschen denn überhaupt nicht auf?!

Denkt mal darüber nach!

Cheers.

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